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Bürgerinitiative „Schützt den Kramersbruch“

Worum es uns geht:

 

P1000250In dem zurzeit neu aufzustellenden Flächennutzungsplan sollte das Gebiet um den Kramersbruch als „Fläche für landwirtschaftliche Nutzung und siedlungsnahe Gärten“ ausgewiesen werden. Die Verwaltung folgte hier konsequent den Empfehlungen eines Klimagutachtens von 2003, indem eindeutig vor einer Bebauung gewarnt wird. Hier heißt es: „Baumaßnahmen sind aus Sicht des Planungsfaktors Klima bedenklich, da der Kramersbruch eine hohe Bedeutung als Kaltluftentstehungs- und Abflussgebiet in Bezug auf angrenzende Siedlungsflächen hat.

In der Begründung der Verwaltung ist hierzu zu lesen: „Dieser Bereich erfüllt eine wichtige Freiraum-und Klimafunktion. Zusätzlich grenzt er die Siedlungsbereiche von Oedekoven und Impekoven gegeneinander ab. Für eine Siedlungsentwicklung (bedeutet dies eine) schwierige Erschließung (und eine) hohe Belastung und Veränderung der Wohnqualität für eine große Zahl der Bewohner.“

Im Dezember 2007 hatte der Planungsausschuss mit einer Mehrheit von CDU und UWG (die FDP ließ sich von uns in einem fairen, konstruktiven Gespräch im Interesse des Gemeinwohls von unseren Sachargumenten überzeugen) den Entwurf von Verwaltung und Bürgermeisterin verworfen.

Stattdessen soll nun gemäß einer Planungsvariante 7 eine neue Straße durch das Tal auf die Höhe geführt werden. Gleichzeitig werden zwei neue Baugebiete ausgewiesen (nahe Steingasse und unterhalb der Waldstraße/Auf dem Büchel). Dass es hierbei nicht bleiben wird ist jetzt schon abzusehen, da die Finanzierung einer solchen Straße mit schwieriger Straßenführung nicht sichergestellt ist.

Als Argument für den Bau der Straße ist immer wieder zu hören, dass nur so eine Anbindung der Höhengebiete an den ÖPNV möglich ist. Dies ist jedoch nicht wahr. Es liegt der Verwaltung ein gründlich durchdachtes Konzept einer kostenneutralen möglichen Buslinienführung vor, die auf den vorhandenen Straßen realisiert werden kann. Testfahrten, zuletzt im Mai 2008, haben dies eindrücklich bestätigt!

Auch das immer wieder vorgebrachte Argument einer Überlastung der bestehenden Straßen ist nicht stichhaltig. Eigene Verkehrszählungen erbrachten zu den Stoßzeiten eine Häufigkeit von ca. einem Auto pro Minute. Jeder zusätzliche Verkehr (durch Abkürzer, neue Einwohner auf dem Kramersbruch und Einwohner aus Gielsdorf) muss über die ohnehin schon überlasteten Straßen Kramersbruch, Ahrweg und Klostergarten abgeführt werden, was auf jeden Fall zu einem Verkehrschaos führen wird.

Was können Sie selber tun?

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Bis zum 30. April konnten Bürger, die gegen die jetzt vorliegende Variante 7 sind, eine Eingabe an die Bürgermeisterin oder den Planungsausschuss im Rat der Gemeinde richten. Die Zahl der erhaltenen Eingaben wurde bisher von der Verwaltung nicht mitgeteilt – nach den uns vorliegenden Unterlagen müssen es deutlich über 200 Eingaben sein!

Genauso wichtig ist es, dass Sie mit ihren Nachbarn reden und sie über die Auswirkungen der Planung und die Gefährdungen informieren. Reden Sie mit Ihren Ratsvertretern und fallen Sie ihnen notfalls auf den Wecker! Nur Beharrlichkeit führt zum Ziel!

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