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Der Einfluss erhöhter Temperaturen auf Gesundheit und Leben der Bevölkerung
Seit 2002 steht in der medizinischen Literatur fest, dass die Sterblichkeit während einer Hitzewelle deutlich erhöht ist. So stellte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) nach dem heißen Sommer 2003 fest, dass alleine in Europa 35000 Menschen infolge der Hitze verstarben. In Deutschland waren es 5000, alleine in Baden-Württemberg 1100! Die Krankenhäuser waren an der Grenze ihrer Kapazitäten. Es lässt sich beobachten, dass pro Grad Celsius die allgemeine Sterblichkeit um 1% zunimmt. Diese Zunahme der Sterblichkeit beginnt bereits bei 23 Grad.
Das Sterblichkeitsrisiko ist besonders erhöht für ältere Menschen (>65Jahre), Menschen mit Erkrankungen der Atemwege (hier ist die Zunahme der Sterblichkeit pro Grad Celsius 3%) und Menschen mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Aber auch Säuglinge unter einem Jahr sind vermehrt betroffen, da deren körpereigenes Temperaturregulierungssystem noch nicht ausgereift ist.
Eine besondere Bedeutung spielt für die Erholung des Menschen die nächtliche Abkühlung. Sie erwies sich in einer Untersuchung als ebenfalls bedeutsam für die Sterblichkeitsrate.
Bei den global steigenden Temperaturen und den in Zukunft häufiger und intensiver auftretenden Hitzewellen gewinnen diese Zahlen eine besondere Brisanz. Eine Bebauung von Kaltluftentstehungsgebieten und Kaltluftabflussgebieten sollte unter diesen Umständen unbedingt unterbleiben!
Dr. med. Sabina Glasmacher
Priv. Doz. Dr. med. Axel Glasmacher
Dr. med. Michael Vogt
Michael Klessascheck, Arzt
Dr. med. Wolfram Frings
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